Hier der Bericht aus der Main-Spitze vom 27.03.26:
Rüsselsheim. So voll sieht man den Ratssaal im Rathaus selten: Am Donnerstag fand die jährliche Schülersportlerehrung vor voll besetztem Haus statt, in deren Rahmen die Erfolge auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene der jungen Rüsselsheimer Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025 gewürdigt wurden. Insgesamt 106 erfolgreiche Kinder und Jugendliche aus zwölf verschiedenen Sportarten wurden von Oberbürgermeister und Sportdezernent Patrick Burghardt (CDU) sowie Stadtverordnetenvorsteher Jens Grode (SPD) ausgezeichnet.
Neben den Ausgezeichneten hatten sich auch zahlreiche Eltern, Geschwister und Trainer eingefunden, die stolz die Ehrung von der Galerie aus verfolgten. Als Höhepunkt der Veranstaltung wurde der im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Jugendsportpreis für das Jahr 2025 verliehen, den die Bogenschützin Sena Simsek erhielt.
„Wir sind sehr stolz auf euch“, betonte Burghardt, der auch ausdrücklich den Eltern, Trainern und Vereinsfunktionären für ihren Einsatz dankte, ohne den diese Erfolge nicht möglich gewesen wären. Die Ehrungen nahm der Sportdezernent auch zum Anlass, um zu betonen, dass „wir sehr für das Ehrenamt und die Vereine kämpfen“, und lobte dabei besonders das Sportamt mit Leiterin Anette Tettenborn, die an dem Nachmittag die Namen der zu Ehrenden verlas.
Den Jugendsportpreis überreichte Abdelkader Al Ghouz, Betriebsleiter von Kultur123, einem der fünf kommunalen Dienstleister neben der Gewobau, dem GPR, dem Städteservice und den Stadtwerken, die sich zu dem Verbund „Stark für Rüsselsheim“ zusammengeschlossen haben, der den Preis ins Leben gerufen hatte. „Alle, die hier sind, haben etwas Großartiges geschafft“, betonte Al Ghouz, der auch deutlich machte, dass „jeder hier den Jugendsportpreis verdient gehabt hätte“.
Überraschung bei der Preisträgerin
Die Wahl der Jury war schließlich auf Sena Simsek vom Bogensportclub Wüster Forst Rüsselsheim gefallen, die im vergangenen Jahr in der weiblichen Jugend Hessenmeisterin in der Halle mit dem Recurvebogen und bei der Hessischen Meisterschaft im Freien in derselben Disziplin den zweiten Platz belegt hatte. „Das hätte ich nie gedacht“, freute sich die 17-jährige Bogenschützin, die die Jahrgangsstufe 12 des Neuen Gymnasiums absolviert, über den Jugendsportpreis. Erst als ihr Name aufgerufen wurde, habe sie gewusst, dass sie den Preis erhält.
„Ich habe mich sehr gefreut, das ist eine große Ehre“, sagte Simsek im Anschluss an die Ehrung, die sie damit im letzten Jahr, in dem sie noch bei der Schülersportlerehrung geehrt werden konnte, erhalten hat. Im vergangenen Jahr habe sie zudem sowohl an den Deutschen Meisterschaften in der Halle in Sindelfingen als auch an den nationalen Titelkämpfen im Freien in Wiesbaden teilgenommen, sei dort aber jeweils in der Qualifikationsphase gescheitert. Dennoch sei es eine tolle Erfahrung gewesen, wie die Bogenschützin betont, die auch dem Hessenkader angehört und seit ihrem neunten Lebensjahr als Bogenschützin aktiv ist.
Im Rahmen der Sportlerehrung wurden auch die Judoka der Immanuel-Kant-Schule, die von Andreas Esper trainiert werden, für ihre Leistungen bei „Jugend trainiert für Olympia“ ausgezeichnet. Als Landessieger waren die Jungen im Wettkampf III und die Mixed-Mannschaft im Wettkampf IV hervorgegangen, die Judoka im Wettkampf III der Mädchen hatten beim Landesentscheid den zweiten Platz belegt.
